Spannende Podiumsdiskussion in Einbeck

Frauen Union Einbeck und Dassel und Junge Union im Kreisverband Northeim luden in das Historische Rathaus in Einbeck zu einem Podiumsgespräch ein. Das Thema: „In welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich leben?“. Heidrun Hoffmann-Taufall, Vorsitzende der FU und Nils Kadoke, Vorsitzender der JU sind sich einig, eine gefüllte Halle und engagierte Podiumsgäste und Besucher: „Die Zusammenarbeit über Generationengrenzen hinweg hat sich gelohnt.“

Im Vorfeld dazu sprach die niedersächsische Justizministerin Barbara Havlitza zu der Fragestellung „Hart urteilen und eine Menschenfreundin sein – passt das zusammen?“. Sie berichtete über ihren Werdegang als Richterin und über ihre politischen Grundwerte. Zuletzt am Oberlandesgericht in Düsseldorf war ihr Ansatz: „Menschlich über die Menschen richten“. So berichtete Frau Havlitza, dass sie stets unter der Prämisse zu Gericht saß, die Angeklagten fair und gerecht zu behandeln, sodass auch radikale Islamisten irgendwann nachgaben. „Ich bin stolz und froh über unser politisches System“ sagte Justizministerin zum Abschluss ihrer Rede.

Auf dem Podium diskutierten der Superintendent i.R. Heinz Behrens, Professor Ulrich Harteisen von der Fakultät Ressourcenmanagement der HAWK Göttingen, Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, der Einbecker Politikwissenschaftler Dr. Falk Ostermann und der Geschäftsführer der Göttinger Verkehrsbetriebe Michael Neugebauer. Moderiert wurde das Gespräch von Frank Fornacon, Pastor einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Kassel.

Recht schnell waren sich die Diskutanten einig, dass unser demokratisches System für viele Staaten auf der Welt ein Vorbild sei. Doch man dürfe nicht stagnieren, weder wirtschaftlich noch politisch. So fehlten dem ländlichen Raum, gerade im Osten Deutschlands die Chancen und Perspektiven. Hier lägen u.a. auch Ursachen der Verschiebung unseres Parteiensystems.
Man müsse neue Möglichkeiten für den ländlichen Raum finden. Außerdem sei es elementar für eine Demokratie, dass sich die Menschen für deren Erhalt einsetzten und täglich für ihre Fortführung kämpfen.

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